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Mexiko im Fokus: Wie deutsche Unternehmen vom neuen EU-Abkommen profitieren

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Das modernisierte Abkommen zwischen der EU und Mexiko eröffnet neue Chancen – von zollfreiem Handel bis hin zu besseren Investitionsbedingungen. Johannes Hauser, Geschäftsführer der AHK Mexiko, erklärt, wo deutsche Unternehmen jetzt profitieren können.

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Mexiko bleibt ein wichtiger Partner für die deutsche Wirtschaft in Lateinamerika – und mit dem modernisierten EU–Mexiko-Abkommen könnten sich die Beziehungen weiter vertiefen. Neue Regelungen zu digitalem Handel, Investitionsschutz und dem Abbau von Handelshemmnissen schaffen attraktive Rahmenbedingungen für Unternehmen aus Europa. Gleichzeitig eröffnen sich insbesondere für deutsche Mittelständler neue Perspektiven beim Markteintritt und bei öffentlichen Ausschreibungen. Welche konkreten Chancen sich daraus ergeben und wie die AHK Mexiko Unternehmen unterstützt, erläutert Geschäftsführer Johannes Hauser im Interview.

Johannes Hauser Zitatkachel
DIHK DEinternational GmbH
Herr Hauser, was verändert das neue EU–Mexiko-Abkommen für die Zusammenarbeit zwischen Europa und Mexiko?

Es aktualisiert das seit 2000 geltende Abkommen zwischen Mexiko und der EU und berücksichtigt jetzt Themen, die vor 25 Jahren noch keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielten, etwa der Onlinehandel und digitale Finanzdienstleistungen. Auch der Schutz der Herkunftsbezeichnungen wird deutlich erweitert. Und es soll Unternehmen künftig bessere Hebel an die Hand geben, um gegen Markenpiraterie vorzugehen. Das war ein wichtiges Anliegen vieler unserer Mitgliedsunternehmen hier in Mexiko. 

 

Schließlich soll der Investitionsschutz verbessert werden. Damit will besonders Mexikos Regierung die Mittelständler aus der EU davon überzeugen, in Mexiko aktiv zu werden. Zwar haben schon 2.100 deutsche Firmen eine Präsenz in Mexiko, doch bei den bekanntlich risikosensiblen Mittelständlern gibt es noch reichlich Potenzial.

Wo sehen Sie für deutsche Unternehmen die größten konkreten Geschäftsmöglichkeiten durch das Abkommen in Mexiko?

 

Durchaus attraktiv ist das aktualisierte Abkommen für Exporteure von Lebensmitteln und Agrarprodukten. Hier gelten aktuell noch viele Zölle, etwa bis zu 100 Prozent auf Eier und Geflügel, bis zu 45 Prozent auf Schweinefleisch und Käse und bis zu 30 Prozent auf Schokolade und Gebäck. Die fallen mit dem neuen Abkommen alle weg.

 

Chancen bietet das Abkommen künftig auch bei Ausschreibungen von mexikanischen Bundesstaaten, an denen sich Firmen aus der EU künftig beteiligen können. Das kann bei punktuellen Infrastrukturvorhaben durchaus interessant sein.

Wie unterstützt die AHK Mexiko deutsche Unternehmen?

 

Wir bieten zunächst einmal Orientierung, denn noch ist das Abkommen in seiner modernisierten Fassung ja nicht in Kraft. Aus Brüssel und Mexiko-Stadt hören wir, dass eine Interimslösung bis zum Jahresende in Kraft treten könnte.

 

Zudem informieren wir gemeinsam mit dem Büro von GTAI über die großen Infrastrukturprojekte im Land, besonders den Ausbau des Schienenverkehrs. Bis 2030 will die Regierung 4.000 Kilometer Bahnstrecke bauen und Passagierzüge auf die Schiene bringen. Da gibt es Möglichkeiten auch für deutsche Anbieter.

 

Und selbstverständlich unterstützen wir Firmen mit unseren Dienstleistungen rund um den Markteinstieg - von der Adressrecherche über Firmenauskunft und Geschäftspartnersuche bis hin zur Standortanalyse.

AHK Mexiko
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